Brand in finnischem Chemiewerk

Feuer in Farbpigmentwerk könnte für Preiserhöhung sorgen

Nach dem Feuer in einem finnischen Chemiewerk, könnten weltweit die Pigmente für manche Druckfarben teurer werden. Nach einem Bericht des Branchenverbandes EuPIA war die Titandioxid-Produktionsstätte der Firma „Huntsman Corporation“ im finnischen Pori Ende Januar bei einem Brand beschädigt worden. Das Unternehmen musste nach eigenen Angaben seine Produktion am Standort bis zum Ende der Reparaturarbeiten stoppen.

Zweistellige Preiserhöhungen wurden bereits von den Pigmentlieferanten als direkte Folge der Verknappung angekündigt. Huntsman verpflichtet sich, die Produktionsanlagen so schnell wie möglich zu reparieren, trotzdem sind Engpässe bei der Versorgung mit Pigmenten im Verlauf des Jahres 2017 zu erwarten, teilt der „europäische Verband der Druckfarbenhersteller“ (EuPIA) mit.

Die Industrie bemühe sich, so der Verband, Produktalternativen in vergleichbarer Qualität zu finden. China könnte eine mögliche Erleichterung bieten, doch die chinesische Regierung habe in letzter Zeit Produktionskürzungen und sogar -verbote zur Luftverbesserung eingeführt, wenn die Verschmutzung einen Schwellenwert erreicht. Hierdurch können viele Produktionstage im Monat ohne finanzielle Entschädigung verloren gehen. Mehrere TiO2-Produzenten in China sind von der neuen Gesetzeslage betroffen, die auch die derzeitigen Versorgungsengpässe verschärft.

„Die Hersteller von Druckfarben tun, was sie können, um die Kunden zu versorgen“, teilt EuPIA mit. Gleichzeitig empfiehlt der europäische Verband den Kunden, alternative Qualitätsstufen in Betracht zu ziehen, wenn sie weiter drucken wollen.