Finat-Präsident Thomas Hagmeier gibt einen Ausblick auf 2016

Der Markt für den Etiketten- und Verpackungsdruck im Jahr 2016

Der Rückschau auf vergangene Jahre macht es offensichtlich, dass die Investition in neue und zeitgemäße Maschinentechnik noch nie so wichtig war wie heute. Dies ist teilweise der Tatsache geschuldet, dass die Entwicklungszyklen immer kürzer und damit Technologien schneller überholt sind.

In der Folge bedeutet dies jedoch auch eine Verkürzung des Zeitraums für den profitablen Einsatz der jeweiligen Maschinentechnik. Andererseits werden diese Anlagen benötigt, um den ständig steigenden Qualitätsansprüchen der Kunden in den Bereichen Druck und Converting gerecht zu werden.

Was mein Unternehmen, Hagmaier Etiketten, betrifft, so waren wir die ersten Anwender von Laserstanzen in Deutschland und wir nutzen den Inkjet-Druck schon seit mehr als fünf Jahren. Aktuell sind wir auf der Suche nach geeigneten Partnern, um gemeinsam die nächsten Entwicklungsschritte für diese vielversprechende Technologie vorzunehmen. Wir sind zutiefst von der Digitalisierung der Produktionsabläufe überzeugt und erwarten daher erhebliche Wachstumsraten. Dennoch sollten wir trotz aller Begeisterung das Neue nicht die Möglichkeiten außer Acht lassen, die uns „traditionelle“ Druckverfahren wie auch die sehr aktuelle Technologie der Hybridmaschinen nach wie vor bieten.

Es gibt keine „richtigen“ oder „falschen“ Maschinen. Entscheidend ist stets die klare Vorstellung des Anwenders über das Endprodukt, die hierfür am besten geeignete Technik sowie die Leidenschaft, diese Vorstellungen zu verwirklichen. Hagmaier Etiketten ist ein Familienbetrieb in nunmehr dritter Generation und wir sind noch immer begeistert von diesem „klebrigen Geschäft“.

Als Unternehmer wie auch als Präsident der FINAT weiß ich um die Hürden, die noch zu nehmen sind. Themen wie Recycling, Standardisierung sowie die immer schärferen gesetzlichen Bestimmungen bezüglich der Lebensmittelverpackungen werden uns auch im Jahr 2016 beschäftigen. Dennoch sollten wir nicht vergessen, in welch starker und innovativer Branche wir tätig sind, einer Branche, die zweifellos kräftig genug ist, die aktuellen Herausforderungen nicht nur erfolgreich zu bestehen, sondern sich auch kontinuierlich weiter zu entwickeln.