Umsatzschub, Mitarbeiterwachstum und neue Märkte

Gute Aussichten für Herma

Im Rahmen einer Betriebsversammlung präsentierte der Haftetiketten-Spezialist Herma den Jahresbericht 2015 und konnte positive Zahlen vermelden. Ein Umsatzplus von 7%, Zunahme von Arbeitsplätzen und die Entwicklungen hinsichtlich des Neubaus am Standort Filderstadt.

Wie die Unternehmensleitung mitteilte kann das Unternehmen nach einem bereits guten Verlauf des Geschäftsjahrs 2014 erneut mit guten Zahlen aufwarten. Man erwartet, zum Jahresende die Umsatzmarke von 300 Millionen Euro zu überschreiten. „Das wäre dann deutlich mehr als wir geplant haben“, gaben die Geschäftsführer Sven Schneller und Dr. Thomas Baumgärtner bekannt. 2014 lag der Umsatz noch bei 282 Millionen Euro, und der Plan sah eine Steigerung von lediglich 3,5 Prozent vor. „Wir werden das geplante Wachstum wohl mehr als verdoppeln.“ Entsprechend intensiviert das Unternehmen noch einmal die Suche nach weiteren Mitarbeitern. „Bis Ende 2016 rechnen wir inzwischen mit knapp 1.000 Mitarbeitern. Damit schaffen wir im Vergleich zu Ende 2014 insgesamt rund 120 neue Stellen“, so Schneller.

Der Ausblick auf dieses gute Geschäftsjahr und auf weiteres gesundes Wachstum habe das Unternehmen darin bestärkt, bereits ab 2017 mit Abriss, Rückbau und Baumaßnahmen auf dem in diesem Jahr neuerworbenen Areal in Filderstadt, dem sogenannten Gutperle-Gelände, zu beginnen – sofern bis dahin alle Genehmigungen vorlägen. Den Standort Deizisau, wo der Geschäftsbereich Etikettiermaschinen derzeit seinen Sitz hat, werde man mittelfristig, aber wahrscheinlich nicht vor 2019 schließen.

Sorge bereiten den Geschäftsführern dagegen die stark steigenden Preise für den Rohstoff Papier sowie deutliche Zuwächse bei den Personalkosten. „Es ist absehbar, dass beide Faktoren das Ergebnis 2016 spürbar belasten werden“, warnte Schneller. Als Gründe für den starken Umsatzschub in 2015 nannten Schneller und Dr. Baumgärtner den konjunkturellen Rückenwind in einigen Märkten, insbesondere für Haftmaterial, den „Rohstoff“ für Etiketten in der ganzen Welt. Dank der Einführung einer getakteten Serienfertigung auch für Etikettier­maschinen konnte zudem der Standort Deizisau seine Kapazitäten ausbauen und die starke Nachfrage der Kunden noch besser ausschöpfen. „Außerdem fassen wir gerade mit dem Maschinenbau in dem riesigen US-Markt immer stärker Fuß.“