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In-Mould-Labels im Digitaldruck

Neben Selbstklebeetiketten werden auch In-Mould-Labels für die Kennzeichnung von Kunststoffbechern zunehmend in Kleinauflagen bestellt. Dadurch bietet es sich an, digitale statt konventionelle Drucksysteme zu nutzen, um wirtschaftlicher produzieren zu können. Hierzu stehen flexible Produktionslösungen zur Verfügung.

In-Mould-Labels werden zur Dekoration und Beschriftung von Kunststoffbechern eingesetzt und kommen am häufigsten in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz. Dabei wird das Etikett in einer Spritzgussform eingelegt, bevor der Kunststoff für die Herstellung des Bechers eingegossen wird. Dadurch verschmilzt das In-Mould-Label mit dem Basisprodukt und wird zum untrennbaren Bestandteil des Bechers. Erfahren Sie mehr im eDossier “In-Mould-Labels digital gedruckt.”

Zwar ist die Produktion dadurch komplizierter und deren Flexibilität eingeschränkt, jedoch lässt sich dadurch ein Produkt so dekorieren, dass später kein Etikett erkennbar ist. Da Lebensmittelhersteller zunehmen Produktvarianten und Sondereditionen entwickeln, werden In-Mould-Labels immer häufiger auch in kleinen Auflagen bestellt. Dadurch bietet es sich an, diese Etikettenart im Digitaldruck zu produzieren.

Regional angepasste Daten

Der Digitaldruck eignet sich für zwei Bereiche in der In-Mould-Label-Produktion: Erstens für Marketingtests neuer Designs in geringer Stückzahl, da die Rüstzeiten kurz sind und keine Druckplattenkosten entstehen. Werden Standardformen und Standardmaterialien verwendet, lassen sich die Kosten noch geringer halten. Dabei ist es möglich, das endgültige Aussehen des digital gedruckten Etiketts auf ein Offsetstandardetikett abzustimmen.

Wenn die Testläufe schließlich erfolgreich abgeschlossen sind, kann für die Produktion der Großauflagen zum Offset- oder Flexodruck übergegangen werden. Zweitens sind vor allem elektrofotografische Digitaldruckmaschinen für mittelgroße Auflagen geeignet. In diesem Fall kann die Bildqualität an den konventionellen Offset- oder Flexodruck angepasst werden.

Zudem entfallen im Digitaldruck zahlreiche Schritte in der Druckvorstufe. Auch werden viele Verbrauchsmaterialien wie Druckplatten und die dazugehörigen Chemikalien nicht benötigt. Im Digitaldruck lassen sich bei längeren Produktionsläufen auch Motivvariationen einfach umsetzen. Dabei ist es sogar möglich, lokalisierte Daten, wie regionale oder landestypische Besonderheiten, in die In-Mould-Labels einzubinden. Verschaffen Sie sich einen tieferen Einblick, indem Sie das eDossier für EUR 4,90 in unserem Shop downloaden.

Verschiedene Kombinationsmöglichkeiten

Durch die Unterstützung verschiedener Hersteller von In-Mould-Labels und Partnerunternehmen aus dem Zuliefererbereich hat der Druckmaschinenhersteller Xeikon seine tonerbasierten Rollen-Digitaldrucksysteme an den In-Mould-Label-Druck angepasst und die Lösung In-Mold Label Suite entwickelt. Diese ermöglicht es, den Digitaldruck in einen automatisierten In-Mould-Label-Produktionsprozess einzubinden. Die Lösung umfasst die Digitaldruckmaschinen der Modellreihe Xeikon 3000, einen optimierten ICE-Toner, qualifizierte IML-Bedruckstoffe sowie Produktionssoftware und Weiterverarbeitungsgeräte.

Die Digitaldrucksysteme Xeikon 3050 und 3500 verfügen über eine maximale Bahnbreite von 516 mm sowie eine Druckbreite von bis zu 508 mm. Damit sind die Maschinen mit gängigen Verarbeitungssystemen, die in der Regel für 500 mm breite Rollen ausgelegt sind, kompatibel. Zudem lassen sich unbegrenzte und variable Drucklängen realisieren, weshalb auch Etiketten für 20-Liter-Eimer gedruckt werden können. Das Modell 3050 verfügt über eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 9,6 m/min, und erreicht damit eine Leistung von 297 m2/h. Die 3500 erreicht 19,2 m/min bzw. 594 m2/h. Dabei ist eine Druckauflösung von bis zu 1200 dpi möglich.

Das Ausschießen der Etiketten auf der Materialbahn, einschließlich Step-and-Repeat (Rapporte) und Drehungen, wird von der Digital-Frontend-Software X-800 übernommen. Angefangen bei der Verarbeitung der PDF-Grafikdateien bewältigt diese auch den gesamten Workflow, das Farbmanagement und die CMYK-Umwandlung. Da die Rapportlängen nicht begrenzt sind, lassen sich die Etikettenbilder mühelos auf der Materialbahn ausschießen und das Material mit wenig Beschnitt ausnutzen.  Laden Sie sich das komplette eDossier “In-Mould-Labels digital gedruckt” für EUR 4,90 direkt im Shop runter.