Feldtest für neue Systemgeneration von IST Metz

Schwäbisch Haller Etiketten testet MBS-UV

IST Metz stellte vor einigen Monaten auf der Labelexpo die neue Generation des UV-Systems MBS vor. Seit Mai 2015 hat die Druckerei Oscar Mahl (Schwäbisch Haller Etiketten), das neue MBS-UV-System in der Praxis getestet. Nun liegen die ersten Ergebnisse vor.

Die aktuelle Generation des MBS-UV-System ist an einer Omet XFlex X6 430 im Einsatz. Als die Maschine geordert wurde, stand für Geschäftsführer Erwin Oscar Mahl fest, dass die UV-Ausstattung auf jeden Fall dem aktuellen Stand der Technik entsprechen sollte. Doch der Fokus lag im Vergleich zu vorigen Installationen stärker auf Produktionssicherheit. Seit Einführung der vorherigen MBS-Generation, für die das Unternehmen ebenfalls als Feldtestanwender fungiert hatte, ist die Verarbeitung von Low-Migration-Farben und -Lacken deutlich gestiegen. Bei hohen Druckgeschwindigkeiten fehlten jedoch Leistungsreserven für eine sichere Durchhärtung. Gleiches war auch in bestimmten Anwendungsbereichen mit sehr hohen Auftragsgewichten – teilweise bis zu 20 g/m² – zu beobachten. Die Herausforderung an die UV-Anlage lautete somit, eine sichere Aushärtung zu gewährleisten und gleichzeitig eine akzeptable Energieeffizienz bzw. Produktivität zu erreichen.

Vor diesem Hintergrund hat IST Metz die Standardversion des neuen MBS-Systems mit 120 W/cm um eine spezielle Variante mit 145 W/cm erweitert. Dieses System, das die besonderen Trocknungsanforderungen der migrationsarmen Farben berücksichtigt, nutzt auch Schwäbisch Haller Etiketten. Im Rahmen von Tests mit einem Schöpfvolumen der Rasterwalzen bis 4 g/m² wurde die Farbschicht bei den Tests und einer Geschwindigkeit von 135 m/min sicher gehärtet. Da abhängig vom Sujet eines Auftrags und der Stanzform-Geometrie bei Schwäbisch Haller Etiketten Produktionsleistungen im Bereich von 90 bis 100 m/min üblich sind, bietet die Omet-Maschine mit der UV-Technologie von IST Metz noch Spielraum für Leistungssteigerungen.

Zum Materialmix bei Schwäbisch Haller Etiketten zählen auch temperaturempfindliche Monofolien. Für diesen Anwendungsbereich spielt das Temperaturmanagement eine wichtige Rolle. Hierfür nutzt die aktuelle MBS-Generation verschiedene Technologien, z.B. URS-Duo-Reflektoren. Dadurch lassen sich auch stark wärmeempfindliche Bedruckstoffe verarbeiten. Das gilt u.a. für einen spezifischen Auftrag zum achtfarbigen Bedrucken einer 39 µm starken Kunststofffolie. In solchen Fällen häufig zu beobachtende Schwierigkeiten wie Faltenbildung sind mit der neuen MBS-Generation bei Schwäbisch Haller Etiketten nicht aufgetreten.

Die neuen MBS-UV-Aggregate sind zudem für den Wechsel auf LED-UV vorbereitet. Mit Hilfe des Schnellwechseleinschubs, bei dem alle Versorgungsanschlüsse automatisch kuppeln, kann der verwendete Einschub mit UV-Lampe gegen ein UV-LED-Modul ausgetauscht werden.