Qualitätskontrolle mit Videoüberwachung

BSB Label beendet erfolgreich Test des Powerscope 5000 von BST eltromat

Die Bielefelder Firma bsb-label ist einer von zwei Pilotkunden, bei denen BST eltromat sein Videoüberwachungssystem Powerscope 5000 im Praxiseinsatz auf Herz und Nieren prüfen konnte. Als Hersteller hochwertiger Rollenetiketten deckt bsb-label ein besonders breites Anforderungsspektrum des Marktes ab.

BSB Label Gruppe
Sorgen in der Etikettenproduktion bei bsb-label gemeinsam für die Qualitätssicherung (von rechts nach links): Peter Bellmann, Brigitte Alers, Daniel Dießelhorst und Eckart Schmieding (Quelle: BST eltromat)

Buch-, Sieb-, Flexo-, und Digitaldruck – Mit ihren zehn Druckmaschinen unterschiedlicher Technik kann die bsb label GmbH ihren Kunden in Sachen Beschriftung, Kennzeichnung und Dekoration von Produkten alle Optionen bieten. „In acht unserer Druckmaschinen garantieren Bahnlaufregelungen von BST eltromat einen perfekten Durchlauf der zu bedruckenden Materialien“, stellt Brigitte Alers fest, geschäftsführende Gesellschafterin des Bielefelder Rollenetiketten-Spezialisten. „Zudem kontrollieren wir mit Videosystemen dieses Herstellers in drei Maschinen die Druckqualität.“ Auch in den Schnellstanzern von Feldbaum + Vogt sowie in den Weiterverarbeitungsmaschinen der Grafisk Maskinfabrik kommen bei bsb-label Systeme von BST eltromat zum Einsatz.

BSB Label Monitor
Bei dem neuen Videoüberwachungssystem Powerscope 5000 von BST eltromat können die Maschinenführer die Auftragsdaten wahlweise über die Schnellzugriffstasten der externen Tastatur oder über den Multitouch-Monitor eingeben (Quelle: BST eltromat)

Die Partnerschaft beider Unternehmen reicht bis 2008 zurück. Damals ließ bsb-label in seiner schmalbahnigen Flexodruckmaschine Gallus ECS 340 die Systeme für Bahnkantenregelung und Videoüberwachung gegen Lösungen von BST eltromat austauschen. „Unser Schwesterunternehmen bsb-proprint setzte damals schon seit Jahren Systeme von BST eltromat ein“, erinnert sich Brigitte Alers, wie der Kontakt zustande kam. Seit Ende 2014 kontrolliert bsb-label mit einem 100%-Inspektionssystem Shark 4000 LEX in einer Konfektioniermaschine große Etikettenrollen. So prüft das System, ob alle Etiketten auf den Rollen den Referenzen entsprechen und die Gitter korrekt abgezogen sind. Fehler werden manuell aus dem Prozess herausgenommen.

Umfangreicher Betatest

Im Frühjahr 2016 fragte BST eltromat an, ob bsb-label an einem Betatest des seinerzeit neuen digitalen Videoüberwachungssystems Powerscope 5000 interessiert sei. Mitte 2016 wurde dieses in der Gallus ECS 340 installiert, mit der bsb-label ein breites Spektrum unterschiedlicher Rollenetiketten produziert. „Viele Kunden erwarten von uns eine 100%ige Kontrolle ihrer Produkte. Nur bei einwandfreien Etikettenrollen können sie die Produktivität ihrer Maschinen voll ausschöpfen“, betont Peter Bellmann, Abteilungsleiter Druck bei bsb-label, die herausragende Bedeutung der Qualitätssicherung in der Etikettenherstellung.

BSB Etikettenrolle
Die am Rand der Etikettenrollen aufgedruckte „Ampel“ dient dem Videoüberwachungssystem Powerscope 5000 als Orientierungshilfe (Quelle: BST eltromat)

Das zur drupa 2016 vorgestellte System für schmale und mittelbreite Druckprozesse wurde von BST eltromat von Grund auf neu entwickelt. Angefangen bei der Traverse, auf der die Kamera in Druckmaschinen befestigt und positioniert wird, über die Kamera bis hin zur Software einschließlich der Bedieneroberfläche – alle Kernkomponenten sollten gegenüber der Vorgängerversion Powerscope 4000 verbessert werden.

Neue Bedienungsfreundlichkeit

Angesichts der Vielfalt und Komplexität der Marktanforderungen legt bsb-label hohen Wert auf einfache Bedienbarkeit. „BST eltromat hat die Bedienoberfläche beim Powerscope 5000 auf die jeweils wesentlichen Funktionen reduziert und besonders übersichtlich gestaltet“, erkennt Daniel Dießelhorst, bei bsb-bentlage für den strategischen Einkauf verantwortlich, die Fortschritte an. Die Maschinenführer brauchen im Menü nur wenige Auftragsparameter wie die Formatlängen und -breiten eingeben. Das können sie über die Schnellzugriffstasten der externen Tastatur oder über den Multitouch-Monitor tun.

BSB Label Powerscope
Ein Merkmal des neuen Videoüberwachungssystems Powerscope 5000 von BST eltromat ist seine kompakte Bauweise. Im Rahmen des Betatests wurde es bei bsb-label in eine Etikettendruckmaschine Gallus ECS 340 integriert (Quelle: BST eltromat)

Darüber hinaus nimmt ihnen das Powerscope 5000 Arbeitsschritte ab. „Wir können Einstellungen wie etwa Kamerapositionen mit Bildausschnitten oder Zoom speichern und jederzeit wieder abrufen. Die Kamera fährt dann automatisch an die Positionen. Wir brauchen für das Einrichten des Systems pro Auftrag höchstens ein bis zwei Minuten“, so Peter Bellmann. Bei täglich bis zu fünf Auftragswechseln auf dieser Maschine bedeute das über das Jahr hinweg gesehen eine enorme Zeit- und Kostenersparnis.

Qualität stets unter Kontrolle

Mit der Split-Screen-Funktion können die Maschinenführer auf dem 21,5 Zoll breiten Multitouch-Monitor bei ausgezeichneter Bildqualität stehende Live-Bilder aus der Produktion Referenzbildern gegenüberstellen, mit den Live-Bildern vergleichen und Bildausschnitte mit dem verschleißfreien elektronischen Zoom verzeichnungsfrei vergrößern. So werden Details der gedruckten Etiketten wie etwa die Qualität der Passer und Unregelmäßigkeiten zuverlässig erkennbar. Selbst die Stanzkonturen sind deutlich sichtbar. Die digitale Kamera wartet mit einer hohen Auflösung auf, während der Hochleistungs-LED-Blitz die Materialbahnen gleichmäßig ausleuchtet.

„Bei uns ist noch kein System von BST eltromat ausgefallen“, bescheinigt Dießelhorst der Technik Zuverlässigkeit. Eventuell wird bsb-label weitere Druckmaschinen auf das Powerscope 5000 umrüsten. Dabei wird auch das kompakte Design eine Rolle spielen.

„Bei unseren hohen Produktionsgeschwindigkeiten brauchen unsere Drucker Systeme, die zuverlässig die Druckqualität inklusive der Passer erkennen. Die Systeme von BST eltromat funktionieren so gut, dass wir uns hier keine Gedanken mehr machen müssen“, fasst Bellmann die Erfahrungen zusammen. Fehlerhafte Etiketten dringen nicht mehr bis zu Kunden vor. Zudem lasse sich der Qualitätssicherungsprozess leicht dokumentieren.