Blue Label Printing kombiniert Cerm- und Esko-Produkte

Optimierte Produktion durch MIS und Produktionsautomation

Ein effektives System bei Blue Label Digital Printing, aufbauend auf Cerm MIS und der Esko Automation Engine, überwacht den Auftragsstatus und steuert einen Großteil der Produktion des US-Etikettendruckers.

Der Druckdienstleister hat sein Cerm-MIS-System mit der Esko Automation Engine verknüpft und konnte so die Produktion mit einem kleinen Druckvorstufenteam beschleunigen. Nach eigenen Aussagen konnte Blue Label Digital Printing zudem die Verkaufszahlen um den Faktor zehn erhöhen. Blue Label Digital Printing, mit Sitz in Lancaster, Ohio (USA), ist auf die Produktion kundenspezifischer Etiketten für Bier, Wein, Feinkost, Spirituosen, Säfte, Kosmetika und vieles mehr spezialisiert. Insgesamt 50 Mitarbeiter setzen kleine und große Stückzahlen innerhalb von drei bis fünf Arbeitstagen auf Indigo-Digitaldruckmaschinen von HP um.

Blue Label Prepress

Integration in ein modernes MIS-System

Praktisch alle Aufgaben der Druckvorstufe wurden bislang von einem einzigen Mitarbeiter ausgeführt – von Dateneingang und der Vorbereitung der Druckvorlagen über das Versenden von Proofs zur Freigabe, bis hin zum Ausschießen jedes Auftrags für die digitalen Druckmaschinen. „Bis wir eine Teilzeitkraft einstellten, erledigte ein einziger Mitarbeiter die gesamte Druckvorstufe. Das war eine Menge Arbeit,“ erinnert sich Phil Herington, Systems Manager bei Blue Label Digital.

Blue Label Phil Herrington
Phil Herington, Systems Manager bei Blue Label (Quelle: Duomedia)

Blue Label setzte zwar bereits ein MIS-System ein, konnte aber damit nicht die gewünschten Berichte erstellen. So entschied man sich, in ein MIS-System von Cerm zu investieren, um die gewünschten Daten über eine flexible Datenbank selektieren zu können. Die Arbeit mit einem skalierbaren MIS-System  und einer SQL-Datenbank vereinfachte die Arbeit. Mit Cerm konnte man schneller wachsen und die Integration mit dem Produktions-Workflow Esko Automation Engine besser verfolgen.

Aufträge werden ab jetzt in zwei Phasen durchgeführt. Die Druckvorlagenvorbereitung wird weiterhin manuell ausgeführt, jedoch werden die Erstellung und Freigabe der Proof-Dateien, sowie das Versenden der Step-and-Repeat-Dateien in Sammelform (die endgültigen, freigegebenen Vorlagen) automatisch von der Automation Engine erledigt. Bediener legen die Dateien einfach in einem Cerm-Ordner ab, wo sie von der Automation Engine bearbeitet und für den Proof und den Druck vorbereitet werden.

Phil Herington, Systems Manager: „Jetzt legen wir die Datei einfach im Cerm-Ordner ab, und die Automation Engine erledigt den Rest. Mit einem einzigen Workflow werden alle Proofs erstellt und nachverfolgt. Wir arbeiten mit einem  individuell angepassten Workflow, den ich selbst entwickelt habe. Wenn der Kunde die Datei freigegeben hat, wird sie von einem anderen Workflow übernommen und für die Druckmaschine ausgeschossen,“ fügt Herington hinzu. „Für den Step-and-Repeat-Workflow versendet das MIS-System von Cerm auf Knopfdruck die Auftragsinformationen einschließlich der benötigten Formate und Abstände sowie dem Etikettenmaterial im JDF-Format an die Automation Engine.“ Die Automation Engine bereitet die Dateien für die Druckmaschine vor. Das MIS-System von Cerm erfasst und überwacht den Status aller Aufträge durch alle Produktionsphasen hindurch bis hin zum Versand, inklusive der Informationen von der Druckmaschine.

Zukunftsplan: weitere Automatisierungen realisieren

Blue Label Andrew Boyd
Andrew Boyd, Geschäftsführer Blue Label (Quelle: Duomedia)

„Wir haben noch längst nicht alle Tools innerhalb der Automation Engine angezapft und wollen zukünftig alle Möglichkeiten ausschöpfen. Esko hat eine sehr breite Produktpalette im Angebot. Da lässt sich noch viel machen, beispielsweise mit Esko Studio in 3D arbeiten,“ sagt Andrew Boyd, Geschäftsführer Blue Label. „Natürlich muss die Freigabe immer ziemlich schnell ablaufen. Doch unsere wirkliche Stärke ist eigentlich die schnelle Auftragsabwicklung, wenn die Proofs vom Kunden freigegeben worden sin. Wenn es zwei oder drei Tage dauert, bis man die Vorlagen und Proofs zurückbekommt, ergeben sich mit Sicherheit Probleme. Dazu kommt noch die Zeit, die man braucht, um einen Auftrag zu bearbeiten und für die Druckmaschine vorzubereiten… Da stößt man an die Grenzen der Produktion. Mit Cerm und der Automation Engine muss man nach der Freigabe der Datei nicht mehr auf das Ausschießen warten. Ohne die Automation Engine und Cerm wären wir bestimmt nicht so schnell und so erfolgreich, wie das heute der Fall ist, und die Integration zwischen der Produktion und dem MIS-System hätte nie diesen Automatisierungsgrad erreicht.“