Manipulationsschutz für Pharmaetiketten

Booklet-Etikett von Faller sorgt für Sicherheit

Die August Faller GmbH & Co. KG hat mit dem TEAM-Label (Tamper Evident And Multipage-Label) eine Lösung entwickelt, die eine Versiegelung und ein mehrseitiges Haftetikett kombiniert.

Faller TEAM-Label
Das TEAM-Label der August-Faller GmbH ermöglicht die Einsicht in wichtige Informationen des Arzneimittels, ohne die Erstöffnungsgarantie zu zerstören (Quelle: August Faller GmbH & Co.KG)

Das TEAM-Label stellt die wichtigsten Informationen der regulären Packungsbeilage zusätzlich außen auf einem mehrseitigen Haftetikett bereit. So können Ärzte, Apotheker und Patienten schnell an wichtige Informationen gelangen, ohne die Faltschachtel zu öffnen. Die Versiegelung bleibt intakt.

Das TEAM-Label bringt Kostenvorteile für den Pharmahersteller mit sich: Anstelle eines Etiketts und eines Siegels muss lediglich das TEAM-Label aufgebracht werden. Das TEAM-Label ist mit jedem Etikettierer applizierbar, der auch herkömmliche Tamper-Evidence-Etiketten aufbringen kann. Durch eine umfassende Oberflächenerweiterung des Multipage-Haftetiketts kann zudem die Anforderung an Mehrsprachigkeit der Packungsbeilage umgesetzt werden: Das Booklet-Etikett lässt sich auf einen Umfang von bis zu 32 Seiten ausweiten.

Faller TEAM-Label Booklet
Dank der Oberflächenerweiterung durch das bis zu 32-seitige Booklet Etikett können so zusätzliche Informationen, auch in mehreren Sprachversionen, untergebracht werden (Quelle: August Faller GmbH & Co.KG)

Das Etikett mit Erstöffnungsschutz fertigt Faller für alle gängigen Faltschachtelgrößen. Es ist 6/6-farbig bedruckbar und kann mit einer Heißfolienprägung ausgestattet werden, um das Produkt für den Point of Sale z. B. in der Apotheke ansprechend zu gestalten.

Hintergrund

Für Pharmazeuten besteht Handlungsbedarf. Bereits ab Februar 2019 dürfen in der Europäischen Union nur noch Arzneimittel verkauft werden, die über eine individuelle Seriennummer und einen Manipulationsschutz verfügen. Durch die Forderung nach „Tamper Evidence“ ist es in der Regel nicht möglich, die Packungsbeilage zu entnehmen, ohne den Erstöffnungsschutz zu beschädigen.

Am 9. Februar 2019 tritt die delegierte Verordnung (EU) 2016/161 in Kraft, eine Ergänzung zur Fälschungsschutzrichtlinie 2011/62/EU. Neben der Forderung nach einem individuellen Erkennungsmerkmal fordert der europäische Gesetzgeber für Pharmaverpackungen den Erstöffnungsschutz, „Tamper Evidence“. Spezielle Vorrichtungen wie Manschetten, Sleeves oder Versiegelungen an den Verpackungen der Arzneimittel sollen die Manipulation verhindern und so den Verbraucherschutz verbessern. Patienten und Ärzte sollen somit schnell und einfach erkennen, ob eine Verpackung schon einmal geöffnet wurde.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Etiketten-Labels ab dem 11. Dezember 2017.