Der Digitaldruck treibt den Wandel im Etikettenmarkt an

Gallus Labelfire 340 im Detail

Gallus Blick in die Produktion
Die Serienproduktion der digitalen Etikettendruckmaschine Gallus Labelfire als Gemeinschaftsentwicklung von Heidelberg und Gallus am Standort Wiesloch-Walldorf ist erfolgreich gestartet (Quelle: Gallus)

Mit der weltweiten Markteinführung der digitalen Etikettendruckmaschine Gallus Labelfire 340 als Gemeinschaftsentwicklung der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) und Gallus auf Basis der Inkjet-Technologie von Fujifilm, hat sich das Bild im Marktsegment der hybriden Etikettendruckmaschinen (Kombination aus digitalen und konventionellen Druckverfahren) gewandelt. Ein Blick in die Technik der Gallus Labelfire.

Das digitale Drucksystem Gallus Labelfire 340 ist für den Markt von Selbstklebe-Etiketten konzipiert. Das weltweite Druckvolumen dieser Etiketten wächst jährlich um rund 4 Prozent. Davon beträgt der Anteil des digital gedruckten Volumens lediglich rund 5 Prozent mit stark wachsender Tendenz mit bis zu zweistelligen Wachstumsraten. Der Digitaldruck treibt damit den Wandel in diesem vielversprechenden Marktsegment. So wird erwartet, dass mittelfristig knapp jede zweite in diesem Bereich verkaufte Maschine digital druckt. Mit dieser neuen Technologie werden Heidelberg und Gallus den Wandel der Geschäftsmodelle in diesem Segment aktiv gestalten und den Anwendern dafür eine flexible und wirtschaftliche Lösung bieten.

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Digitaldruck in Offset-Qualität

Die Gallus Labelfire ist für die Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte entwickelt worden. Sie bietet eine hohe Auflösung und präzise Druck- und Veredelungsqualität. Dieses Maschinensystem ermöglicht es dem Etikettendrucker auf Basis der digitalen UV-Inkjet-Druckeinheit sehr hohe Druckqualität zu erreichen. Mit ihrer physikalischen Auflösung von 1200 x 1200 dpi überzeugt die Gallus Labelfire gerade bei kleinen Zeichen, feinen Linien und Farbverläufen bis auf null Prozent. Zusätzlich ist es durch die Inkjet-Druckkopfform möglich, nahtlose Kopfmontagen zu erreichen, was zu einer gleichmässigen Druckqualität auf der gesamten Bahn führt. Die Gallus Labelfire verfügt neben der Inkjet-Technologie über konventionelle Produktionseinheiten, die der Gallus ECS 340 entliehen sind. Das HMI der Gallus Labelfire, welches sowohl die konventionellen als auch die digitalen Module steuert, sorgt dafür, dass der Etikettendrucker mit nur einer Bedienphilosophie sein komplettes Maschinensystem steuert und kontrolliert.

Das digitale Maschinensystem Gallus Labelfire verbindet die Vorteile des Flexodrucks mit dem Digitaldruck. Die digitale Technologie erleichtert die Verarbeitung variabler Daten sowie die Versionierung beim Etikettendruck und unterstützt so die kostengünstige Produktion von kleinen Auflagen. Die Gallus Labelfire bietet zudem die Flexibilität, die ein Etikettendrucker von einem digitalen Druckmaschinensystem erwartet. Sie verbindet mit ihrem Integrationskonzept den Digitaldruck mit dem konventionellen Druck, der Weiterverarbeitung und der Veredelung in einem System: Von der Rolle bis hin zum hochveredelten und fertiggestanzten Etikett – dies alles wird in der Gallus Labelfire inline gefertigt.

Ein achtfarbig angelegtes UV-Inkjet-Drucksystem, CMYK, orange, grün, violett und digitales weiss, ermöglicht laut Gallus eine 95%-ige Abdeckung des Pantone-Farbraums, ohne auf Sonderfarben wechseln zu müssen. Die integrierte Heidelberg-Prinect-Software ermöglicht dem Bediener eine Datenübernahme aus nahezu allen gängigen MIS-Systemen und bietet dem Operator eine intuitiv bedienbare Systemoberfläche für das Datenhandling – egal ob für eine Änderung in der Anordnung der Etiketten auf der Bahn oder nachträgliche Farbkorrekturen. Solche Eingriffe sind für jeden Operator einfach und schnell auszuführen. Dies und die Möglichkeit, dass durch einen Job-Container der Etikettendrucker mehrere Aufträge ohne Maschinenstopp produzieren kann, steigert das Produktionspotenzial. Zudem überzeugt die Gallus Labelfire mit ihrem angepassten und verbrauchsabhängigen Tintengeschäftsmodell. Das Modell bewirkt, dass sich die Tintenpreise auf einem marktgerechten Niveau bewegen und sich nach dem tatsächlichen Verbrauch richten.

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