Flexible und gedruckte Elektronik weiter auf Erfolgskurs

Falk Senger, Geschäftsführer Messe München und Wolfgang Mildner, General Chair der Lopec, ziehen eine sehr positive Bilanz nach der dreitägigen Online-Veranstaltung der Lopec (Quelle: Lopec)
Falk Senger, Geschäftsführer Messe München und Wolfgang Mildner, General Chair der Lopec, ziehen eine sehr positive Bilanz nach der dreitägigen Online-Veranstaltung der Lopec (Quelle: Lopec)

Vom 23. bis 25. März fand die LOPEC als Online-Event statt. In 180 Beiträgen präsentierten die Sprecher im digitalen Kongress sowie über 70 Unternehmen in der Online-Ausstellung zukunftsweisende Entwicklungen der gedruckten Elektronik.

Zahlreiche Anwenderindustrien, wie die Automobil-, Textil-, und Unterhaltungsbranche, schöpfen aus dem Potenzial der Technologie. Vor allem im Bereich Medizin und Pharma zeigte sich ein enormer Entwicklungsschub. Im digitalen Messeangebot präsentierten 72 Aussteller aus 14 Ländern Lösungen und Produkte der gedruckten Elektronik. Während der dreitägigen Laufzeit nutzten 1.300 Teilnehmer aus 51 Ländern das Angebot der LOPEC Plattform.

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Tragbare Elektronik erobert die Welt

Leicht, robust, flexibel: Aufgrund dieser Eigenschaften setzen zahlreiche Branchen auf organische und gedruckte Elektronik. Der digitale Kongress und die Online-Ausstellung boten den Rahmen für die Präsentation zahlreicher Neuentwicklungen zum Fokusthema Smart Living, von hauchdünnen Sensoren über smarte Textilien bis gebäudeintegrierte Photovoltaik. In der Medizin liegt der Fokus insbesondere auf Sensoren für Monitoring-Systeme, die wie Pflaster auf der Haut getragen werden. Die Vorteile der Technologie erläuterte Prof. John A. Rogers von der Northwestern University in seinem Plenarvortrag: „Gedruckte Elektronik ist mit den weichen, gekrümmten und dynamischen Hautflächen des menschlichen Körpers kompatibel. In direktem Kontakt mit der Haut bildet sie die ideale Schnittstelle für Diagnostika und Therapien.“ Weitere Anwendungen und Produkte auf dem Gebiet der medizinischen Sensorik zeigten unter anderem die Aussteller Brewer Science, Henkel, IEE sowie Quad. Evonik, in Zusammenarbeit mit InnovationLab, stellte zudem ein nachhaltiges Batteriekonzept vor. Dank gedruckter Batterien können Sensoren noch komfortabler auf der Haut getragen werden.

Dr. Klaus Hecker, Geschäftsführer OE-A: „Der Wunsch nach Austausch und Weiterentwicklung spiegelte sich auf der diesjährigen Lopec wider.“ (Quelle: Lopec)
Dr. Klaus Hecker, Geschäftsführer OE-A: „Der Wunsch nach Austausch und Weiterentwicklung spiegelte sich auf der diesjährigen Lopec wider.“ (Quelle: Lopec)

Starker Einfluss auf den Mobilitätswandel

Auch die Automobilbranche setzt stark auf gedruckte Elektronik. Für den wachsenden E-Mobil-Sektor spielen gedruckte Sensoren unter anderem aufgrund ihres geringen Gewichts eine große Rolle für das Batteriemanagement und für Applikationen zur Temperaturmessung. Ein weiteres Trend-Thema: geschwungene, großflächige Displays, die sich über das gesamte Armaturenbrett erstrecken sowie die Funktionalisierung von Oberflächen durch Touch-Sensoren. Im Kongress widmeten sich unter anderem Heraeus, MacDermid Alpha Electronics Solutions, Novares und TactoTek den Themen 3D Structural Electronics und Additive Manufacturing. Auch in der Online-Ausstellung zeigten zahlreiche Unternehmen, wie Agfa, Chasm, DuPont Teijin Films, Elantas und Joanneum Research, innovative Lösungen für Anwendungen im Bereich Mobility.

LOPEC Kongress bestätigt Leitcharakter

Der LOPEC Kongress bewies in diesem Jahr erneut seine Position als wichtigste Kommunikationsplattform für gedruckte Elektronik. Das Interesse an den Vorträgen war ungebrochen hoch. Die Teilnehmerzahl am digitalen Kongress war auf dem gleichen Niveau wie zur letzten Präsenzveranstaltung in München. Wolfgang Mildner, General Chair der LOPEC, betont: „Sprecher von namhaften Unternehmen wie Audi, Google, Swarovski oder TCL Corporation sowie renommierte Forscher u. a. von CPI, Fraunhofer, Holst Centre oder VTT machen deutlich: Der Kongress ist eine weltweit einzigartige Plattform, die den Austausch zur flexiblen und gedruckten Elektronik über alle Branchen hinweg fördert. Von der Anwendung bis zur Forschung bietet er wichtige Impulse für neue Produkte und Lösungen.“ Insgesamt präsentierten Sprecher aus 24 Ländern in rund 180 Kongressbeiträgen Innovationen und Zukunftstrends.

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